From Basti, serious man, nachdenkend über den Film, nachdenkend, ob wir nicht alle gemeinsam in einem großen Labor sitzen, so ganz im Allgemeinen und überhaupt überall auf der Welt!
Basti Gaststadtblogschreiberaushilfsdenkerfilmanseher:
Start 21. Januar 2009
Mit einem Fluch fängt alles an, mit einem Fluch hört alles auf. Oder man betrachtet alles nüchterner, rationaler, dann gibt es keine Flüche. Dann ist vielleicht alles bedeutungslos, und es ist vollkommen egal, ob man ein guter Mensch ist oder nicht, weil alles zufällig geschieht und schlechte Dinge nun einmal passieren.
Der Titel wird im wahrsten Sinne des Wortes ernst genommen. Die typisch amerikanische Vorstadtfamiliensiedlung ist so trist und grau, wie man nur sein kann. Ernst eben. Die Menschen sind wütend, deprimiert, ängstlich, entschlossen, verzweifelt. Selten glücklich oder gar frohlockend. Ernst eben.
Und das ist paradoxerweise ungemein unterhaltsam. Solange man eben Zeit hat zu lachen, bevor es wieder sehr ernst weitergeht. So wie der im Gegensatz zur übrigen Stimmung sehr lebhafte Soundtrack, der immer wieder auflebt, nur um wenig später abrupt zu verstummen.
Aus Spaß wurde Ernst. Ernst ist jetzt 10 Jahre alt.
Das Leben ist weitaus schwerer, wenn man ein ernster Mensch ist. Wenn man versucht, stets das Richtige zu tun. Auch wenn es bedeutet, sein eigenes Wohlbefinden mal hintenan zu stellen. Es wäre natürlich ein schöner Gedanke, dass man dafür belohnt wird. Es wäre doch wirklich fair, wenn jeder genau das bekäme, was er verdient. Aber so ist es nicht, ganz und gar nicht.
Sagt zumindest der Film. Vielleicht. Oder er sagt, dass man immer ein offenes Herz haben und unbegründetes Misstrauen beiseite legen sollte. Ob man dafür dann belohnt wird, bleibt im Dunkeln. Aber da es der schönere Gedanke ist, halten wir doch einfach daran fest.
Basti

