Start: 18. Februar 2010 und schon fast wieder in den Orkus der Schnelllebigkeit gespült …
Sie durchquert eine Kleinstadt, steigt über eine Schule und durchwandert ihr Elternhaus, alles mit Zielvorgabe Oxford und einer Versorgungsgarantie und … ihr wird auf halben Wege hineingegrätscht, von Paris und einen Mann.
Da gibt es einen Lebensplan, eine Grundstruktur, einen idealen Weg: Cellounterricht, Französischunterricht, ein Hobby für das man einsteht, all das, damit man mal irgendwann für sich selber sorgen kann. Alternativ geht da auch noch Heirat, das erfüllt den selben Zweck, auch wenn man dabei zu einer anderen Art abhängig Beschäftigter wird.
Dabei ist ja das wunderbare an vielen Dingen, das sie einem augenscheinlich nicht weiterbringen, sich aber im Nachhinein als das entpuppen, was man ein Leben lang in sich trägt.
Mutter zu Vater: Ich habe auch was erlebt, bevor wir geheiratet haben.
Tochter zu Vater: Das hast du ihr ja schnell ausgetrieben.
Ein junges Gefühl von Ankommen, in klassischen Konzerten, Kunstauktionen, Cocktailstunden, Konzerten und einem Mann. Ankommen aber nicht bleiben können.
Doch das Handeln definiert die Figur und so sind die Geldbeschaffungsmaßnahmen des Herren nicht gerade legal und auch Heiratsanträge an Siebzehnjährige sind suspekt.
Aber wer möchte sich schon mit dem Schweren und Langweiligen beschäftigen?
Zum Schluss stellt sich die Frage nach der Unabhängigkeit, nach der von seinen Eltern und deren Wünschen, nach der von einem Mann, der mit seiner Lebensweise das der Frau bestimmt und mit seinem Lebenswandel ihre Entscheidungen – die Loslösung davon erfolgt in letzter Sekunde.
Ein Hoch auf die Emanzipation – auch wenn sie fast erzwungen wird!
