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blue valentine

gesehen am 04. 08. 2011

Das Ende einer Liebe. Gegenwärtige Erinnerungskultur. Der leicht melancholische Blick, den alle Realisten zu Beginn einer Beziehung haben, den sie mit sich tragen und der in seinen, in ihm liegenden Zweifel und Skeptizismus, den totalen, jetzigen Genuss verhindert. Der Kopf der das Gefühl nicht loslassen kann. Ein Film der das Ende erzählt, aber auch immer wieder den Anfang zitiert oder erinnert. Das dieser Mann ihr etwas überstülpt, das sie nicht ist und sie sich immer wieder ihre Liebe zu ihm herbeiwünscht, herbeiwünschen muss, das sind zwei Dinge, die die Beziehung von Anfang an etwas wacklig erscheinen lassen, zerbrechlich und immer auch konstruiert. Aber weil man sich die Realität nicht immer wieder herbeiwünschen kann, weil sie sich dadurch nur scheinbar und nie dauerhaft verändert, müssen sie sich trennen, um nicht komplett ihren Glauben an die Liebe und die Romantik zu verlieren.

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