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crazy heart

Start: 04. März 2010

Crazy – ein WildWest-CountryCrazy. Metallische Gitarre und raue blues-ige Whiskeystimme, Bierbauch und zwei-Wochen-Bart. Da haben wir es wieder das alte wahre Klischee des trinkenden Musikers – ist es ein Klischee, wenn es wahr ist, darf man Verallgemeinern im Allgemeinen? Das Musiker trinken, Groupies mit nach Hause nehmen, aber auch Gefühle haben ist nicht neu, neu aber ist, dass sie alt werden.

Das andere ist ein amerikanisches Thema – nicht das Trinken, sondern die Countrymusik. Es ist in etwa so wie bei The Wrestler, oder Blind Side, amerikanische Kultur in Sport und Musik, für uns hier, jenseits von Football und Cowboy-Folklore, manchmal schwer verständlich.

Davon aber mal abgesehen, handelt die Geschichte von einem Mann, der die eigentliche Kinogeschichte schon hinter sich hat: Sein Jungsein, seinen Aufstieg, seinen Erfolg, seinen knackigen Arsch. Das amerikanische Kino entdeckt, dass das Leben nicht mit Ende Dreißig aufhört, sondern das es, o Wunder und auch Gottseidank, meist weiter geht.

Ein bisschen melancholisch wird es da immer, wenn man so viel hinter sich hat, resignieren darf man da aber nicht. Und das tut dieser Country-Blues Jeff Bridges auch nicht, am Ende tut er es nicht.

Dazwischen leidet jemand mit ganz viel gelber Galle, die er in den Orkus kotzt um sich daraus wieder emporzuarbeiten.

Hallo unperfekte Realität, hallo Realismus und hallo Alter das uns nicht das Leben nehmen sollte und schon gar nicht die Liebe.

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