Motto des Tages: In der Phantasie geht alles!
(Frei nach Shakespeare, Helge Schneider und wie sie alle heißen die alten weisen Kopfgeister).
Wir imaginieren uns in Gilliams Welt, denn außerhalb von dieser gibt es nichts, kriechen übers Knie, in die Fleischbeuge am Bauch hoch in Mund und Augen, denn in denen ist alles, die Bilder, das Bunte, das Kreischende das Mehr der Handlung.
Aber oben angekommen denken wir uns: Na so was, so viel Auge und so wenig Geschichte, so viel Phantasie und so wenig Halt. Da ist ein Teufel der aussieht wie Nosferatu der Vierte (nicht der Beste) und ein alkoholkranker spielsüchtiger Dr. Parnassus, denen die Zeit im Kneiple des Lebens zu fade geworden ist.
Der eine Alte hat also an den anderen Alten sein Töchterchen verwettet und nennt es in der deutschen Übersetzung Schnuckelchen (vielleicht weiß IRGENDWER WARUM). Und Heath Ledger (und weitere) rettet sie mal und dann wieder nicht, haltlos wie einer der an einer gigantischen Treppenstufe hängt und hoch will, einfach nur hoch, obwohl er gar nicht weiß, was da auf ihn wartete.
Es ist ein Griff nach den Sternen und nach tausend und einer Geschichte. Kopfgeburten ohne Zusammenhalt und bunte Bilder ohne Klebestellen! Ein Fass ohne Boden, ein Kissen ohne Bezug!

