Der DaDa-istische Titel steht eher für ein DA-seins Problem, eine Beschissenheit im Hineingeboren-Sein. Wer sagt noch einmal, das sich die Seelen der Kinder den Ort aussuchen an dem und in dessen Verhältnissen sie sich von da ab einrichten müssen? Warum sollten sich dann viele von diesen kleinen Seelchen ausgerechnet bestimmte beschissene Plätze aussuchen? Warum sollte sich dieses unschuldige, noch nicht ganz Da-sein, versoffener Idioten aussuchen?
Das fragt sich auch die Hauptperson und gleitet so zwischen den Neunzigern als erwachsener Looserschriftsteller mit Schwangerschaftsproblemen und den Siebzigern und ihrer VoKuHiLa-ästhtik hin und her. Da wird von seinem Vater und den Onkeln gesoffen, was das Zeug hält und die Mama rackert und der kleine Racker konsumiert selber schon ganz ordentlich Bier und Zigaretten.
Das Leben ne und so`ne Milieustudie, ne, bei den Assozialen, ne?! Aber mögen tun sie sich alle und eine Wärme ausstrahlen, das tun sie auch alle. Familie eben und so. Und ganz lustig ist es auch, ihnen beim Erfinden von Trinkspielen zuzusehen, aber auch bitter. Aufstieg und Fall beim Alkoholkonsum gehen nun mal Hand in Hand und schneller als man denkt, da kann Roy Orbison noch so triefend singen, Musik verdeckt nicht den Gestank von Erbrochenem, schön wärs.
Kann man aufhören ein Strobbe zu sein, Roy Orbison zu lieben und in einem Backsteinhaus zu leben und in ein Plumpsklo auf dem Hof zu scheißen? Aufhören vielleicht schon, aber in sich haben wird man es irgendwie immer.
