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harry potter 7.2.

gesehen am 07. 02. 2011

So viele Endkämpfe! Das ist ja ein regelrechter Endkampfdschungel, in dem man sich verlaufen kann: Hier kämpft der gegen den und da der gegen den und ach ja die beiden gegen die und Harry? Der kämpft auch des öfteren. Einen Moment überlegt sich der Kauz, ob es nicht witzig wäre, wenn irgendeiner dieser Semi-Finalisten Harry versehentlich umbringen würde, so beim vorbeigehen und das wärs dann, finito.

Ist das hier wirklich oder findet das nur in meinem Kopf statt?

Es findet ganz eindeutig in deinem Kopf statt, aber bedeutet das, dass es nicht wirklich ist?

Das erinnert an die gute alte unendliche Geschichte-Zeit, an all das, was wir von Anfang an bei Harry Potter kennen und lieben gelernt habe: Mit dem Kopf in eine völlig andere Welt einzutauchen, mit einem Helden, der es selbst nicht glauben kann und der, anstatt an den Herausforderungen einzugehen, daran wächst. Es erinnert uns an das Schicksal, das uns noch bevorstehen sollte: Die Welt retten. Die sinnlose Sinnsucherei hätte ein Ende.

Zurück zu Harry, denn der Kauz taugt im realen Leben nicht als Superheld, dazu  fehlen ihm die Superheldenkräfte. Das Problem an diesem durchaus spannenden und auch angemessenen Finale ist, dass er vom ersten Teil getrennt wurde, ja überhaupt von allen Harry Teilen. Dabei ist er ist die Kulmination, der absolute Höhepunkt. War der erste Teil des siebten Teils – ob nun im Buch oder im Film – eine Art retardierender Moment, ein Spannungsaufbau, die Ruhe vor dem Sturm, so ist dies hier nicht mehr zu erkennen, die Dramaturgie wurde zerstört.

So schön es auch ist, dass der Geschichte etwas mehr Zeit gegeben wurde sich zu entfalten, es einen Teil mehr gab, auf den man sich freuen konnte, so falsch war es, das tatsächlich zu tun – abgesehen von dem faden Geschmack der Geldmacherei, der immer mitschwingt.

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