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ich seh den mann deiner träume

gesehen am 11. 12. 2010

Galerienbesitzer, ihre Assistentinnen, Schriftsteller, pensionierte Unternehmer und die üblichen Lebens- und Liebeskrisen: Vater und Mutter, Tochter und Ehemann: Jede einzelne Verzweigung löst eine eigene Geschichte aus, die meist gefühlsduselig naiv beginnt und schließlich von der Realität eingeholt wird. Man hat deshalb auch irgendwie das Gefühl, man dreht sich immer im Kreis, bei dieser Glückssucherei in Allens Filmen, die doch kein Ende finden wird. Woody Allens neuer Film ähnelt stark seinem Film „Whatever works“. Hier also das Elternpaar und ihre gescheiterte Beziehung, eine Ebene weiter drunter, eine Ebene weiter jünger, die Tochter und ihr Ehemann mit ganz ähnlichen Problemen. In ihrer Biederkeit ähneln die Alten den Jungen und das Klischeebild der Oberklasse dem Klischeebild des dümmlichen Blondchens, das Papas neue Freundin ist.

Die Art wie Woody Allen Beziehungsfilme macht durch und durch: Etwas lustig, etwas traurig, etwas wie ein älterer Herr, der noch nicht so recht in der Gegenwart angekommen ist, es aber gerne wäre. Ein guter Film für Leute die seine Filme mögen, ein schlechter für solche, denen das nicht so geht. Es gab schon bessere Bespiele sie zu bekehren.

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