Gladstone der Hund trägt einen famosen Hut und hängt rum als Testperson, als Versuchsopfer, für Holmes lässige Versuche. Der ist so dermaßen lässig wie man es sich nur wünschen kann in einer nassen, grauen Londonerwelt, in der die Lässigkeit quasi im aufgestellten Hemdkragen sitzt und lebt.
Haben Sie an Ihren Revolver gedacht?
Ich wusste doch, dass ich was vergessen habe und ich dachte es war der Herd.
Der war es auch.
Da ist ein Mann der sucht Arbeit und er sucht deshalb nach einem Problem das er lösen kann (Sherlock in der Sinnkrise und was für ein kruder Vorname ist das?) – bon voyage in einer Welt aus Zauber und Magie, mit der der Rationalist nichts anfangen kann und der Masochist auch nicht. Holmes ist so einer, denn die einzige Frau mit der er etwas anfangen kann die ist eine Verbrecherin, aber das macht nichts, Hauptsache ist doch, dass das Niveau der beiden die gleiche Höhe hat. Er liebt den Kitzel des Makabren – Glückloses Amphibium.
Anständig wäre es, den Mörder zu fassen, anstatt es der Leiche bequem zu machen.
Anständig tut hier nichts zur Sache, hier pulst die Musik durch die Gänge, strömt durch die Aktionen mit einer Kraft die Holmes und Watsons Gehirnen gleicht, die so körperlich sind wie vergeistigte Menschen nur sein können und so menschlich wie Schauspieler nur sein können in einem Guy Ritchie Film.
Man fragte sich, auf einem dünnen Seil balancierend, wo man nun lieber sein will in den schwarzen oder in den blauen Augen, ehe man krampfhaft selbst die Beine ineinanderrollt und sich überlegt, ob ein Spazierstock das Leben etwas cooler machen würde. Wahrscheinlich nicht, denn Lässigkeit ist nur da, wo man vergisst wie sie funktioniert und das tut sie hier keinen Moment.

