Start 25. Dezember 2009
- Kann man dich klar machen?
- Wichs mich nicht von der Seite an.
… und son Zeuch!
Was an Heimat so übrig geblieben ist am Hafen, zwischen den Bauten, den leeren und vollen Hallen, mit oder ohne Glas in den Fenstern. Erreichbar nur durch den Alten Elbtunnel oder die Brücken, so hässlich und tatsächlich wie es sein muss.
Was wir so lieben an Hamburg, dass kämperische, dass streitende, wie ein Typ ohne Pferd, der noch mit Rückenschmerzen besser dasteht wie als der Typ mit dem Pillendöschen, dem es die Sprache verschlägt kommt man ihm zu nahe.
Der Kampf um das Gängeviertel ist gewonnen, jetzt geht es noch darum unser eigenes Leben zu behalten, gegen alle Wiedrigkeiten, nur weil es einfach da ist wie als Schifferscheiße und uns so viel bietet, dass es für mehrere Leben ausreicht.
- Die Kleine will Mucke und ich will die Kleine.
Das ist ein Heimatfilm für Angekommene, die wissen dass das Träumen alle ständig nur zum Gähnen bringt und die Aktion den Status und das eigene Leben realisiert.
Hamburg und seine Investoren und wie man trotzdem den Fuß zwischen Tür und Angel bekommt. Weh tut das, aber weh tun tut gut.
Dann lässt Herr Akin das Ganze so gegen die Wand fahren, dass nur noch ein paar Wunder helfen, die man sich ansieht und ein wenig traurig feststellt, dass das so im Leben doch gar nicht gehen würde. Denn man kennt es ja und das tut es nicht – aber es ist eben doch etwas für die Seele und deshalb immer auch ein bisschen frei schwebend.
