gesehen am 31. 10. 2011
Der Kauz stellt vor, Miranda July: Künstlerin, Performerin, Autorin, Sängerin, Schauspielerin und Regisseurin. Der Film: Kindlich verspielt, ein Feuerwerk an Ideen, phantasievoll und doch wahr, manchmal irritierend und befremdlich, manchmal wieder ganz klar.
Die Zeit anhalten. Die Zeit schneller laufen lassen. Mit einem Mal bemerken, wie spät es ist, stoppen, zurückschauen und nach vorne schauen und sich überlegen was überhaupt noch geht und was man überhaupt wollte und wo man jetzt gerade ist und wie man dahin gekommen ist und wo man vielleicht gerne wäre.
Probieren wir es aus, wie zwei kleine Kinder: Wie ist es eine Familie zu haben? Wie ist es die Umwelt zu retten oder es zumindest zu versuchen? Setzen wir einen Punkt in unserem Leben fest, oder eine kleine Spanne. Sehen wir die Dinge und nehmen sie an. Die Zeit vergeht nicht so wie man will. Die Zeit ist nicht geduldig und sie kennt nur eine Richtung. Das was man mal getan hat ist absolut und das was kommen könnte, so viel, dass das Zweifeln die Macht über die Tat gewinnt. Ausprobieren. Spielen. Ein anderes Leben ausprobieren, andere Leben als Vorbild nehmen. Das Scheitern, weil man in allem, was man bisher getan hat, doch man selbst ist. Da kommt man nicht raus.
Da versuchen zwei die absolute Freiheit zu genießen, ehe man Verantwortung übernimmt, um zu bemerken, dass man die natürlich schon lange hat, für seine Umgebung, für die anderen, für sich: Die Tür aufmachen, die Tür zu machen, die Finger bewegen. Die Hüfte tanzt. Da machen sie das Internet aus und mögen das Draußen. T-Shirts robben über die Straße und locken, Kinder vergraben sich bis zum Kopf in der Erde, wie Soldaten.
Es ist zu spät für uns, in fünf Jahren sind wir vierzig, dann fünfzig, dann ist man das Wechselgeld. Man schafft das einfach alles nicht mehr.
Jetzt bist du frei und kannst tun, was du noch willst. Weißt du, was du noch tun willst?
Nein.
Versuchen wir mal eine Weile das Draußen zu retten, denn wir mögen das Draußen. Und wir passen auf was es uns noch bringen kann, wo wir noch drüber stolpern und das in unserem Alter, Alter.
Es ist warm, es ist hell, es geht weiter und weiter. Entscheidungen. Die Zukunft.
