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the king’s speech

Geschichte: Vor dem Zweiten Weltkrieg. Ein britischer König der stottert. Das geht aber nicht, denn der einzige Sinn und Zweck des britischen Königshauses ist repräsentttttiiiiieren, pardon repräsentieren, das heißt natürlich nicht nur rumstehen und repräsentativ aussehen, sondern auch gut und richtig sprechen (damals hieß das sogar das Sprechen gegen die, zwar heute schwer nachvollziehbare, aber damals unumstrittene rhetorische Perfektion eines Hitlers). So weit so gut, dieser König bekommt nun einen gewieften und äußerst einfallsreichen Lehrmeister, einen Sprachtherapeuten, der mit psychologischem Gespür und viel Witz die Ursprünge des königlichen sprachlichen Unvermögens hervorlockt (vom Links- zum Rechtshänder gezwungen und mit Beinschienen zur besseren Haltung gequält. Nebenbei wieder einmal ein Beweis dafür, dass durch äußere Verbesserung nicht das menschliche Innere verbessert werden kann). Das Alles klingt irgendwie ganz nett, aber auch irgendwie ganz uninteressant, wohlig betulich und nur mit 5 Uhr Tee, spitzen sconigen Fingern und leichtem Gähnen vereinbar. Doch schon „the Queen“ lehrte: Selbst hinter dem biedersten Äußeren kann ein interessanter Film stecken.

Auch wenn dieser Film nicht sonderlich innovativ ist und auch nicht sonderlich überraschend und zugegebenermaßen tatsächlich etwas bieder, so erfreut er doch mit seiner Wortgewandtheit und seiner Intelligenz. Er beschreibt das wacklige Verhältnis zwischen zwei ungleichen Männern dem einen, der einen Landesvater darstellen muss, aber es gar nicht will und dem anderen, der zu einer verständigen aber auch resoluten Vaterfigur wird. Das macht Freude und der Kauz hat schon lange nicht mehr so viel gelacht.

Auch er springt auf, auf die immer etwas elitären Wogen derjenigen, die dafür plädieren, diesen Film nur im Original zu sehen. Allein das Wort „kinging“ ist es wert.

Es ist gar köstlich und der Kauz schiebt das kleine, runde Empire-Tischchen etwas zur Seite, erhebt sich von dem zartgliedrigen Stuhl auf dem er Platz genommen hat, stäubt hierbei etwas Puderzucker von der Seidenhose und geht hinaus in den aparten englischen Garten um an der Forsythie zu schnuppern.

Ein Wehmutstropfen allerdings bleibt nach all dem verbalen Erfolg des frischgebackenen Königs. Zum Schluss stehen King George und seine Familie auf dem Balkon des Buckingham Palast und winken elegant der jubelnden Menge. Einen Moment vergisst man dann, in einem merkwürdig väterlichen Stolz für Bertie den englischen König, das es der Zweite Weltkrieg ist, dem sie da entgegenwinken und eigentliche so gar nichts gut ist.

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