Archiv

up in the air

Start: 04. Februar 2010

Hier geht es um einen Aufstieg im Untergang, ein nach-oben- Fahren, wenn alle anderen die andere Richtung nehmen. Es geht um ein Optimieren des Leids, was auf diese perverse Art nur der Mensch zustande bringen kann.

Eine Dose – Dosis – Laptop, Flugmeilen und adretten Krawatten, ein moderner, moralloser Nomade, entschlossen in seinen Laptop tippend, mit dem Ziel 10 Mio. Flugmeilen zu erreisen. Da geht es um Meilenlängen ebenso wie um Schwanzgrößenvergleich. Die Themen haben sich nicht geändert, nur werden eben die Inhalte mit Professionalität verklausuliert.

Ich habe eine Schwäche für simulierte Gastlichkeit.

Bewegung bedeutet Leben und die Arbeit ist dem Menschen sein Ein und Alles! Nein tatsächlich? Nein, wie interessant. Darüber machen wir uns doch alle Gedanken, nachdem wir durch Maschinen wegrationalisiert wurden (was doch von Anfang an der Plan gewesen ist und im Übrigen auch kein schlechter, die Maschinen sollten einen Teil unserer Arbeit übernehmen, damit wir … was tun? Was nun?),

Der Mensch braucht andere Menschen. Das Leben ist in Gesellschaft besser! Nein tatsächlich? Nein, wie interessant.

Der Film ist so sauber wie der blanke Boden eines Flughafenterminals und die Personen und die Geschichte so konkret wie banal. Harmlos ist das Ganze irgendwie – mit Ausnahme des Gegenwartbezugs. Leider wird die Gegenwart hier abgewickelt ohne Konsequenzen für irgendjemanden, nicht für die Figuren und auch nicht für uns.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.