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		<title>kinokauz</title>
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		<title>The Ides of March</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 13:54:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kinokauz</dc:creator>
				<category><![CDATA[the ides of march]]></category>

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		<description><![CDATA[gesehen am 04.01.2012 Meine Damen und Herren, Würde und Anstand – ach was? In der Politik? Nein, bitte. Doch doch. Dafür braucht man nur einen guten Redenschreiber, einen hervorragenden Wahlkampfleiter und einen charismatischen Politiker, dann kann man fast alles suggerieren. Das Publikum ist gerne passiv und ein bisschen naiv. Und freut sich über allgemeines Wohlbefinden, &#8230;<p><a href="http://kinokauz.wordpress.com/2012/01/07/the-ides-of-march/" class="more-link">Weiterlesen</a></p><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kinokauz.wordpress.com&amp;blog=11097734&amp;post=535&amp;subd=kinokauz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>gesehen am 04.01.2012</p>
<p>Meine Damen und Herren,</p>
<p>Würde und Anstand – ach was? In der Politik? Nein, bitte. Doch doch. Dafür braucht man nur einen guten Redenschreiber, einen hervorragenden Wahlkampfleiter und einen charismatischen Politiker, dann kann man fast alles suggerieren. Das Publikum ist gerne passiv und ein bisschen naiv. Und freut sich über allgemeines Wohlbefinden, auch wenn dieses nur vorgegaukelt ist. Das ist aber auch nicht neu, mein lieber Herr Clooney, das ist ja alles schön und gut und so weiter und ja, wir wissen schon: Politischer Film in unserer Zeit ist wichtig, auf jeden Fall, für die Zukunft und unsere Kinder, weil das sind ja unsere wichtigsten Ressourcen, o Gott, ja und man braucht Idealismus, Kalkül, Loyalität und natürlich muss man Macht mögen. Herr Clooney hat da mal wieder einen Film gemacht, ebenso idealistisch wie GOOD NIGHT AND GOOD LUCK und SYRIANA, der sich in seiner nüchternen, fast dokumentarischen Art und Weise vom Hollywood Mainstream abhebt, schön. Aber dennoch wird man das Gefühl nicht los, dass er es dabei allen recht machen will: Sei es nun denen, die er angreift, denen die er bewundert, denen die vorkommen und denen die nicht vorkommen. Und er will es auch sich selber recht machen, sein Image als Gutmensch, als politischer Mensch, als idealistischer Mensch weiter befördern. Wie schön. Visionen kann man so nicht umsetzen, die hat er vielleicht auch einfach nicht, weder inhaltlicher Art, noch formaler Art, kann sein. Herr Clooney, es bleibt zu sagen, man kann weder viel gegen noch für Ihre Filme sagen, nur: Ihr Film behandelt ein gutes, ein wichtiges Thema, ohne Frage, für alle, für Amerika, die Demokratie, die Welt: Warum dann so öde, tröge, träge, so sanft, so klischeebelastet, so freundlich. Ein bisschen geht es zwar schon zur Sache, es geht schließlich um Loyalität, Ideale und natürlich Sex, aber das Ganze bleibt eben auch sehr übersichtlich. Die Affäre, ach herrje, ja gut. Der wirklich groß gepuschte Fehler in diesem Film ist ein ganz kleiner und ein ganz dummer – das könnte ja interessant sein, stattdessen wirkt es aber an den Haaren herbeigezogen. So meine Damen und Herren um zum Schluss zu kommen: Der Ansatz ist ja ganz nett, darüber hinaus kommt aber nicht viel.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kinokauz.wordpress.com/535/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kinokauz.wordpress.com/535/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/kinokauz.wordpress.com/535/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/kinokauz.wordpress.com/535/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/kinokauz.wordpress.com/535/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/kinokauz.wordpress.com/535/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/kinokauz.wordpress.com/535/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/kinokauz.wordpress.com/535/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/kinokauz.wordpress.com/535/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/kinokauz.wordpress.com/535/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/kinokauz.wordpress.com/535/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/kinokauz.wordpress.com/535/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/kinokauz.wordpress.com/535/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/kinokauz.wordpress.com/535/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kinokauz.wordpress.com&amp;blog=11097734&amp;post=535&amp;subd=kinokauz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Jane Eyre</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 11:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kinokauz</dc:creator>
				<category><![CDATA[jane eyre]]></category>

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		<description><![CDATA[gesehen am 04.01.2012 Ich sehe in Ihnen einen gefangenen Vogel. Wäre er frei, würde er zu den höchsten Wolken fliegen. Man, ja klar, der Kauz hat auch Ahnung von Poesie und auch etwas von Romantik und der Kauz hat den Roman tatsächlich zwei Mal gelesen, was er sonst selten tut, weil er es für überflüssig &#8230;<p><a href="http://kinokauz.wordpress.com/2012/01/07/jane-eyre/" class="more-link">Weiterlesen</a></p><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kinokauz.wordpress.com&amp;blog=11097734&amp;post=531&amp;subd=kinokauz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>gesehen am 04.01.2012</p>
<p><em>Ich sehe in Ihnen einen gefangenen Vogel. Wäre er frei, würde er zu den höchsten Wolken fliegen.</em></p>
<p>Man, ja klar, der Kauz hat auch Ahnung von Poesie und auch etwas von Romantik und der Kauz hat den Roman tatsächlich zwei Mal gelesen, was er sonst selten tut, weil er es für überflüssig hält, weil es so viele Bücher gibt, auf der Welt. Aber natürlich bewegt ihn alles was mit wilden Vögeln zu tun hat. Leider erinnert der Kauz sich nicht mehr allzu gut an Charlotte Brontës Roman – das macht das Alter, denkt er sich immer, da bliebt weniger konkreter Inhalt als eher ein unbestimmtes Gefühl – aber er weiß wohl, dass es sein Lieblingsliebesroman gewesen ist, zumindest eine ganze Weile. Und das lag wahrscheinlich vor allen Dingen daran, dass es kein im klassischen Sinne schöner Liebesroman ist, er ist unheimlich, grausam und ein wenig ungerecht. Mister Rochester zwar geheimnisvoll und unzugänglich, aber auch arrogant, unterkühlt und nicht besonders gutaussehend und Jane Eyre, nicht hübsch, eher zu übersehen, aber von innerer Stärke, Selbstbewusstsein und Redegewandtheit, eine die sich wehrt gegen Ungerechtigkeit und falsche Behandlung. In dem Film da nun: Mister Rochester, blaubeäugt, leicht melancholisch und geheimnisvoll, aber dennoch lebenslustig. Jane schauend, als wüsste sie über die ganze Welt Bescheid, wolle es nur nicht verraten, deshalb: Nur schauen, nicht viel sagen. Hübsch, klar, das auch. Schlagfertig? Keineswegs. Raffinesse im Gespräch, verbaler Kampf der beiden? Keineswegs, na vielleicht im Ansatz. Als Kind noch, ja das schon. Später nur noch ein Schauen. Wie hübsch und adrett das Alles. Wie gefällig und konventionell. Da können auch Verrückte und ein Hausbrand nichts mehr retten. Einzig allein die karge, grau-blaue Landschaft, das lange, struppige Gras und der unerbittliche Wind, die im Buch so raue Charaktere erst biegen und beugen und erzeugen, kommen im Film vor. Sonst ist es ein biedermeierlicher Film nicht wie das Buch, ein zeitloser Klassiker, ein Plädoyer für die Liebe auf Augenhöhe und den Kampf jedes Menschen um Selbstbestimmung und Respekt. Es ist eigentlich ein emanzipatorisches Buch, ein starkes Buch. Keine Ahnung, aber da haben der Kauz und der Regisseur wohl ein anderes gelesen: Der Kauz hätte das Schriftliche anders gesehen. Sein Film wäre vielleicht weniger harmonisch, aber damit auch weniger belanglos geworden.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kinokauz.wordpress.com/531/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kinokauz.wordpress.com/531/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/kinokauz.wordpress.com/531/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/kinokauz.wordpress.com/531/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/kinokauz.wordpress.com/531/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/kinokauz.wordpress.com/531/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/kinokauz.wordpress.com/531/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/kinokauz.wordpress.com/531/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/kinokauz.wordpress.com/531/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/kinokauz.wordpress.com/531/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/kinokauz.wordpress.com/531/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/kinokauz.wordpress.com/531/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/kinokauz.wordpress.com/531/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/kinokauz.wordpress.com/531/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kinokauz.wordpress.com&amp;blog=11097734&amp;post=531&amp;subd=kinokauz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Die Höhle der vergessenen Träume</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 11:46:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kinokauz</dc:creator>
				<category><![CDATA[die höhle der vergessenen träume]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Filmbesprechung von Florian Boser. Imperativ in 3D (R + B + D: Werner Herzog; K: Peter Zeitlinger) 1994 wurde im Flusstal der Ardèche, in Südfrankreich eine über 8.000 Quadratmeter große Höhle von Hobby-Forschern entdeckt, die Chauvet-Höhle benannt nach Jean-Marie Chauvet, einer der Entdecker. Das besondere an der Höhle sind die über 400 Höhlenmalereien, die &#8230;<p><a href="http://kinokauz.wordpress.com/2011/12/19/die-hohle-der-vergessenen-traume/" class="more-link">Weiterlesen</a></p><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kinokauz.wordpress.com&amp;blog=11097734&amp;post=526&amp;subd=kinokauz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Filmbesprechung von Florian Boser.</p>
<p>Imperativ in 3D</p>
<p>(R + B + D: Werner Herzog; K: Peter Zeitlinger)</p>
<p>1994 wurde im Flusstal der Ardèche, in Südfrankreich eine über 8.000 Quadratmeter große Höhle von Hobby-Forschern entdeckt, die Chauvet-Höhle benannt nach Jean-Marie Chauvet, einer der Entdecker. Das besondere an der Höhle sind die über 400 Höhlenmalereien, die mit einem Alter von bis zu 35.000 Jahren die ältesten Darstellungen in der Geschichte der Menschheit sind. Es sind Bilder von Menschen, Tieren und von Tier-Mensch-Hybriden, die im Verlauf von Jahrtausenden immer wieder übermalt wurden, nicht mit anderen Motiven,  sondern, ganz im wörtlichen Sinne neu gemalt wurden. Auch eine kultische Nutzung der Höhle, die vor 22.000 Jahren durch Steinschlag versiegelt wurde, ist nicht auszuschließen.</p>
<p>Um die einzigartigen, paläolithischen Malereien zu schützen, ist der Besucherverkehr strikt reguliert worden; bereits menschliche Atemluft hat in anderen Höhlen zum Pilzbefall steinzeitlicher Malereien geführt.</p>
<p>Im Frühjahr 2010 erhielt Werner Herzog vom französischen Kultusministerium die Erlaubnis in der  Höhle von Chauvet zu filmen.</p>
<p>Entstanden ist kein gewöhnlicher Dokumentarfilm.</p>
<p>Mit kleinstmöglichen Team – Kameramann, Tonmann und einem Assistenten – musste der Regisseur arbeiten, zum Schutz der Höhle, in der man sich nur auf einem knapp über dem Boden montierten, 60cm breiten Steg bewegen kann. Die Bilder die Peter Zeitlinger unter diesen beengten Bedingungen geschaffen hat sind von archaischer Schönheit: die Höhle, in der der Stalagmiten und Stalaktiten kristallüberwachsen, im Schein der Taschenlampen erstrahlen und in der der Mangel an Licht zur Tugend wird. Die Felsen werden zur gewachsenen Kadrierung, zum natürlichen Rahmen. Und dann sind da noch die Bilder der Bilder. Die Wandmalereien, geschaffen aus Holzkohle und Ocker, die, im Zuge der Jahrtausende dauernden Abgeschlossenheit von der Außenwelt, unwirklich frisch wirken. Die Mähnen der Urpferde, schwarz eingefärbt; ein Bison mit acht Beinen, um Bewegung zu suggerieren; die Mammuts, die Höhlenlöwen und die Wollnashörner&#8230;</p>
<p>Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seinem Vaterland&#8230; Für keinen deutschen Regisseur gilt dies mehr als für Werner Herzog. Im Amerika hat er seit 2005 , seit seiner Dokumentation „Grizzly Man“ über den Tierschützer Timothy Treadwell, der mit den Bären lebte und schließlich von ihnen getötet würde, nahezu die carte blanche. In Deutschland hingegen sind  seine letzten Spielfilme „Bad Lieutenant &#8211; Port Call of New Orleans“ und „My Son, My Son, what have Ye done“ fast gleich in den DVD-, Blue-Ray-Regalen verschwunden. Zwei kleine, angenehm unangepasste, sperrige Filme. Und auch „Die Höhle der vergessenen Träume“ ist durchaus vom Hezogschen Eigenwillen, von seiner, dem deutschen Publikum fremden Lust am fast freien Assoziieren durchzogen:</p>
<p>Unweit der Höhle von Chauvet stehen Tal der Rhone französische Atomkraftwerke. Mithilfe des warmen Abwassers wurden  tropische Biotope angelegt in denen auch Albino Alligatoren leben. Und obwohl das Eine mit dem Anderen gar nichts zu tun hat, bringt Herzog zusammen, was für ihn zusammen gehört: „Diese surreale Umgebung gebiert einen Gedanken. Ziemlich bald werden diese Albinos die Höhle von Chauvet erreichen. Was werden sie aus beim Betrachten der Bilder denken? Nichts ist real, Nichts ist sicher. Sind wir heute vielleicht die Krokodile, die in den Abgrund der Zeit blicken, wenn wir die Malereien der Chauvet Höhle sehen?“</p>
<p>Auf der diesjährigen Berlinale waren mit Wim Wenders „Pina“ und „Die Höhle der vergessenen Träume“ zum ersten Mal 3<span style="text-decoration:underline;">D</span>-Filme im Wettbewerb zu sehen. Und obwohl der Einsatz der neuen Technologie von den Bedingungen nicht unterschiedlicher hätte sein können – ein Theaterraum in Wuppertal, eine Höhle im Gebirge &#8211; ist das Resultat erstaunlich ähnlich. In „Pina“ verstärken die  dreidimensionalen Bilder tatsächlich das Gefühl für die Bewegungen der Tänzer im Raum, so wie sie in Herzogs Film ein Gefühl für die Beschaffenheit des Untergrunds der Steinzeitmalereien vermitteln. Und egal wie kritisch man dem 3D-Kino gegenübersteht, im diesem Fall ist neue Technik ein entscheidender Mehrwert. „In dem Moment, wo ich die Höhle zum ersten Mal betreten konnte, war mir sofort klar, das ist ein Imperativ.“, so formuliert es Werner Herzog, erstaunlich unblumig.</p>
<p>Florian Boser</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kinokauz.wordpress.com/526/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kinokauz.wordpress.com/526/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/kinokauz.wordpress.com/526/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/kinokauz.wordpress.com/526/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/kinokauz.wordpress.com/526/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/kinokauz.wordpress.com/526/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/kinokauz.wordpress.com/526/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/kinokauz.wordpress.com/526/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/kinokauz.wordpress.com/526/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/kinokauz.wordpress.com/526/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/kinokauz.wordpress.com/526/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/kinokauz.wordpress.com/526/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/kinokauz.wordpress.com/526/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/kinokauz.wordpress.com/526/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kinokauz.wordpress.com&amp;blog=11097734&amp;post=526&amp;subd=kinokauz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Submarine</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 11:31:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kinokauz</dc:creator>
				<category><![CDATA[submarine]]></category>

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		<description><![CDATA[In einer winterlichen Weihnachtsausgabe dieses ausrollbaren, digitalen und auf jeden Fall famosen Kinomagazins, präsentiert der Kauz gleich zwei Artikel des Gastschreibers Florian Boser. Nummer 1: SUBMARINE Tagträume R &#38; B: Richard Ayoade (nach einem Roman von Joe Dunthorn) D: Noah Taylor, Sally Hawkins, Craig Roberts, Paddy Considine, Yasmin Paige) „Wer seid ihr?“ &#8211; Das ist &#8230;<p><a href="http://kinokauz.wordpress.com/2011/12/19/submarine/" class="more-link">Weiterlesen</a></p><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kinokauz.wordpress.com&amp;blog=11097734&amp;post=522&amp;subd=kinokauz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einer winterlichen Weihnachtsausgabe dieses ausrollbaren, digitalen und auf jeden Fall famosen Kinomagazins, präsentiert der Kauz gleich zwei Artikel des Gastschreibers Florian Boser.</p>
<p>Nummer 1: SUBMARINE</p>
<p>Tagträume</p>
<p>R &amp; B: Richard Ayoade (nach einem Roman von Joe Dunthorn) D: Noah Taylor, Sally Hawkins, Craig Roberts, Paddy Considine, Yasmin Paige)</p>
<p>„Wer seid ihr?“ &#8211; Das ist die einfache, brutale Frage, die der Lehrer seinen Schülern stellt. Dem 15jährigen Oliver Tate ist sie Anlass genug über seinen Tod nachzudenken und über die Ereignisse nach seiner Beerdigung&#8230; Die Trauer der Mitschüler, besonders natürlich der Mitschülerinnen, die Betroffenheit der Lehrer, die Fassungslosigkeit seiner Eltern&#8230; Pressekonferenzen und Kranzniederlegungen im öffentlich- rechtlichen Fernsehen  und schließlich die glorreiche Auferstehung: „Fragt nicht wie. Aber wisst, dass ich mächtiger bin als je zuvor.“ Das sind Olivers Tagträume; eben jene Mischung aus Größenwahn und Selbstmitleid, die nur Heranwachsenden gut zu Gesicht steht.</p>
<p>„Submarine“, das Regiedebüt von Richard Ayoade ist ein coming-of-age Film, ein Film über das erwachsen Werden und die damit verbundenen Anforderungen.</p>
<p>Er handelt von den Grausamkeiten die man den unbeliebten Mitschülern zufügen muss – schließlich möchte man im Klassenkampf nicht auf der Seite der Loser stehen, und von den Demütigungen die man einstecken muss, wenn man halt nur bedingt zum Rowdy taugt. Er handelt von den Versuchen die eigene Identität zu finden sich zu positionieren – Oliver liest in seiner Freizeit das Fremdwortlexikon und sieht sich, wenn er ins Kino geht, Dreyers &#8222;La passion de Jeanne d&#8217;Arc&#8220; an. Vorzeitiges Verlassen des Kinosaals empfindet er als Verrat am Künstler und einen Einwand wie „der Regisseur sitzt ja nicht im Saal“ lässt Oliver nicht gelten. Denn bei den vielen Unsicherheiten in seinem Leben ist für Oliver wenigstens eins klar, er hält sich selbst für einen ernsthaften Menschen&#8230;</p>
<p>1986 spielt der Film, in Swansea, in Wales. Und so wichtig das Lokalkolorit für den Film ist – es gibt lange, wunderschöne Aufnahme des atlantischen Ozeans zu sehen und, natürlich findet ein desaströses Neujahrstreffen am Pier statt -, so unwichtig sind die 80er für den Film. Der Look des Films ist zeitlos. Richard Ayoade verzichtet auf alles, fast alles, was die 80er filmisch zur Zeit so interessant zu machen scheinen: Statt riesigen Schulterpolstern und neonfarbener Kleidung werden Schuluniformen getragen und im Radio laufen nicht die größten Hits eines vergangenen Jahrzehnts, sondern Musik von Alex Turner. Der Sänger der Arctic Monkeys, für die Richard Ayoade schon Videos gedreht hat, hat Olivers Weltschmerz in fünfeinhalb fragile Songs umgesetzt.</p>
<p>Einmal wünscht sich Oliver, dass das Leben mehr amerikanischen Soap-Operas ähneln würde. Wenn die Dinge zu dramatisch werden, wird abgeblendet, zu einem späteren Zeitpunkt kann man entspannt wieder einsteigen. Nicht so in Olivers Leben. Seine Eltern  haben sich auseinander gelebt. Der neue Nachbar Graham ist ein ehemaliger Lover seiner Mutter. Paddy Considine, dessen so brutaler wie zärtlicher, komplett anderer Liebesfilm „Tyrannosaur“ im diesem Sommer in den Kinos zu sehen war und der sonst eher für autistische Rollen bekannt ist, spielt ihn als verlorenes, immer noch zu aufgedrehtes Kind; er fährt einen zum Partybus umgebauten Minivan, auf dessen Seiten sein eigenes Konterfei geairbrusht ist. Mit seiner aufgesetzten Lebensfreude, seinen Freiluft-Yogaübungen ist der Motivationstrainer das komplette Gegenstück zu Olivers Vater (Noah Taylor). Ein unglücklicher Meeresbiologe, der selber untertauchen möchte,  ausgebrannt und apathisch bis zur Depression; und so scheint es nicht verwunderlich wenn sich Olivers Mutter &#8211; Sally Hawkins, die „happy-go-lucky“ Frau, aus Mike Leighs gleichnamigem Film, spielt so zurückgenommen wie selten &#8211; zu ihrem Verflossenen hingezogen fühlt.</p>
<p>Doch auch wenn die Eltern eine Bedrohung der Unbeschwertheit sind, das eigentliche Damoklesschwert der Jugend ist natürlich die Liebe.</p>
<p>Jordana Bevan (Yasmin Paige) heißt die Dame seines Herzens, die in ihrem rotem Lodenmantel zwischen ihren Mitschülern mit den dunkelblauen und grauen Schuluniformen wie ein Fremdkörper wirkt, wie aus einem Märchen. Und die natürlich kein bisschen märchenhaft ist. Nur auf den ersten Blick ein  Rotkäppchen; eins mit nachlässig lackierten Fingernägeln, das Oliver bittet zum ersten Date eine Polaroidkamera mitzubringen. Dann steht sie am Strand, rauchend unter dem Pier, und  natürlich wird sie sein Herz  brechen. Und dann scheint sie auf einmal dem rotbemantelten Albtraum aus Nicholas Roegs „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ näher als jeder Grimmschen Figur. Aber, wie die Adoleszenz halt so ist: Stimmungen können minütlich umschlagen. Der Weg von der Demütigung zum privaten Super-8-Film des Glücks ist ein ganz kurzer. Wenn man jung ist.</p>
<p>Florian Boser</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kinokauz.wordpress.com/522/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kinokauz.wordpress.com/522/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/kinokauz.wordpress.com/522/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/kinokauz.wordpress.com/522/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/kinokauz.wordpress.com/522/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/kinokauz.wordpress.com/522/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/kinokauz.wordpress.com/522/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/kinokauz.wordpress.com/522/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/kinokauz.wordpress.com/522/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/kinokauz.wordpress.com/522/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/kinokauz.wordpress.com/522/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/kinokauz.wordpress.com/522/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/kinokauz.wordpress.com/522/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/kinokauz.wordpress.com/522/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kinokauz.wordpress.com&amp;blog=11097734&amp;post=522&amp;subd=kinokauz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>DIE MÜHLE UND DAS KREUZ</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 20:18:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kinokauz</dc:creator>
				<category><![CDATA[die mühle und das kreuz]]></category>

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		<description><![CDATA[gesehen am 05. 12. 2011 Der Kauz muss gestehen, er interessiert sich für Bilder … jadochjadochjadochjadochjadoch … im Übrigen für gemalte fast ebenso wie für filmische. Was er an filmischen sehr schätzt – ähnlich bei Romanen – ist ihre erzählerische Ebene, ihre Geschichte, ihr Mythos, das aufeinanderfolgende Geschehen (ganz gleich jetzt ob Rückblenden, Traumsequenzen oder &#8230;<p><a href="http://kinokauz.wordpress.com/2011/12/07/die-muhle-und-das-kreuz/" class="more-link">Weiterlesen</a></p><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kinokauz.wordpress.com&amp;blog=11097734&amp;post=518&amp;subd=kinokauz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>gesehen am 05. 12. 2011</p>
<p>Der Kauz muss gestehen, er interessiert sich für Bilder … jadochjadochjadochjadochjadoch … im Übrigen für gemalte fast ebenso wie für filmische. Was er an filmischen sehr schätzt – ähnlich bei Romanen – ist ihre erzählerische Ebene, ihre Geschichte, ihr Mythos, das aufeinanderfolgende Geschehen (ganz gleich jetzt ob Rückblenden, Traumsequenzen oder Ähnliches die zeitliche Kontinuität durchbrechen. Sich ganz davon zu lösen hat noch kaum einer geschafft, am ehesten vielleicht David Lynch). Natürlich haben auch viele gemalte Bilder etwas derartiges (abgesehen von Minimal Art, Konkreter Kunst etc.), allerdings läuft – das bedingt nun mal das Medium – alles in einem Moment ab, in einem Hier und Jetzt, in dem Moment eben, an dem man das Bild betrachtet (man lässt jetzt mal die Augenbewegung und die Zeit die man braucht um zu schauen, beiseite). Der Kauz meint nun nicht, dass es zeitliche Abfolgen, ein Vorher und ein Nachher, in einem Bild nicht gäbe, sondern nur, dass das alles mehr oder weniger in einem Augenblick zu erfassen ist. Der Film dagegen bringt Bewegung ins Bild und mit ihr die Zeit, Dinge die auftauchen und verschwinden.</p>
<p>DIE MÜHLE UND DAS KREUZ hebt das Gemälde aus einem eingefrorenen Jetzt-Moment in ein Davor und ein Danach. Der Film ist ein Tableau Vivant, die Nachstellung eines Bildes mit lebenden Personen, die tatsächlich leben und handeln. Sie besitzen ein Leben vor dem Moment des Bildes und eines danach. Standbilder sind sie nie, nie vollkommen regungslos wie auf dem Gemälde. Sie versuchen es zwar, drapieren sich schmuckvoll in die Landschaft, bleiben aber immer in Bewegung: Atmen, zittern und mühen sich. Der Film lässt die im Bild angehaltene Zeit laufen die der Maler, oder der Müller, zur besseren Verständlichkeit gestoppt hat. Der Maler fängt alles Stehende für das Auge des Betrachters ein,</p>
<p><em>wie es die Spinne mit ihrem Netz macht.</em></p>
<p>Malerei: Die Zeit anhalten, verdichten, erzählende, oder nicht erzählende, statische, immer zu einem gewissen Teil abstrakte Konstrukte schaffen. Der Film entzerrt diesen festgehaltenen Moment, verdichtet all die dargestellten, parallelen Szenen in Breughels Bild zu mehreren Geschichten, die sich nicht unbedingt mit der finalen Kreuztragung Christi beschäftigen, sondern das Leben der Personen zum Inhalt haben: Die fünf Kinder der jungen Malers Frau, die ungebändigt im Haus herumwüten, der Sammler und seine Gattin, der übrigens zusammen mit dem Maler, der Einzige ist, der spricht und reflektiert, über das Gemalte und das Geschehen sinniert. Maler und Sammler sind es auch, die dem klassischen Thema der Kreuztragung Christi die eigene Zeit und deren Umstände zu Grunde legen.</p>
<p>Im Film wird tatsächlich kaum gesprochen, auch Musik ist selten und wenn dann ist sie dezent. Dagegen sind die Geräusche, Hufgetrappel, Schritte, Krüge abstellen, das Rattern des Mühlrads, Kinder lachen, bedeutungsschwanger wie im Theater, wie Statements ohne Worte, wie Punkte und Kommas und Striche, ein Beben und Dröhnen im Kopf.</p>
<p>Der Maler geht und betrachtet die Zustände seiner Zeit, die Grausamkeit der spanischen Unterdrücker, die sexuelle Gefräßigkeit einzelner Menschen, das Leiden an Zuständen, das Kämpfen ums Überleben. Die Gesichter wirken markant wie Landschaften und sie ziehen über das Feld unter der Mühle.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kinokauz.wordpress.com/518/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kinokauz.wordpress.com/518/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/kinokauz.wordpress.com/518/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/kinokauz.wordpress.com/518/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/kinokauz.wordpress.com/518/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/kinokauz.wordpress.com/518/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/kinokauz.wordpress.com/518/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/kinokauz.wordpress.com/518/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/kinokauz.wordpress.com/518/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/kinokauz.wordpress.com/518/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/kinokauz.wordpress.com/518/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/kinokauz.wordpress.com/518/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/kinokauz.wordpress.com/518/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/kinokauz.wordpress.com/518/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kinokauz.wordpress.com&amp;blog=11097734&amp;post=518&amp;subd=kinokauz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>EINE DUNKLE BEGIERDE</title>
		<link>http://kinokauz.wordpress.com/2011/11/23/eine-dunkle-begierde/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 20:48:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kinokauz</dc:creator>
				<category><![CDATA[eine dunkle begierde]]></category>

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		<description><![CDATA[gesehen am 21.11.2011 Was haben Sie für besondere Interessen? Selbstmord, interplanetarische Ausflüge. Wenn das so ist und sonst nichts weiter, ja wenn das so ist, Todestrieb und die Neugier, ja dann, lass uns drüber reden, wenn das so ist, mal sehen wie es so ist. Was ist da so? Was tragen wir in unserem Inneren? &#8230;<p><a href="http://kinokauz.wordpress.com/2011/11/23/eine-dunkle-begierde/" class="more-link">Weiterlesen</a></p><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kinokauz.wordpress.com&amp;blog=11097734&amp;post=513&amp;subd=kinokauz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>gesehen am 21.11.2011</p>
<p><em>Was haben Sie für besondere Interessen?</em></p>
<p><em>Selbstmord, interplanetarische Ausflüge.</em></p>
<p>Wenn das so ist und sonst nichts weiter, ja wenn das so ist, Todestrieb und die Neugier, ja dann, lass uns drüber reden, wenn das so ist, mal sehen wie es so ist. Was ist da so? Was tragen wir in unserem Inneren? Was bewegen wir da, zwischen Zwerchfell und Magen, Leber und Niere, was springt da hin und her, zwischen den kleinen Zysten, den merkwürdig wurmigen Gehirnwindungen die auf dem Seziertisch fahl anlaufen? Kommt da ein Fetisch durch? Ein Trieb? Ein Trauma? Ein Symptom? Und was ist da noch, was wenig offensichtlich unsere Person bestimmt? Populistischer: Wer sind wir und wenn ja wie viele?</p>
<p>Egal ob die Geschichte nun historisch korrekt ist, sich die tatsächlichen Persönlichkeiten so verhalten haben oder nicht, man lernt doch etwas über den Beginn der Psychoanalyse und die grundsätzlichen Ansätze der unterschiedlichen Parteien. Man lernt etwas über die Befindlichkeiten und das Sein zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Wie war es, an der Schwelle zur Moderne, zum stressgeplagten Großstädter, an der Schwelle zur Emanzipation und zu einer Art ganzheitlichen Menschenbetrachtung: Sein Inneres und sein Äußeres, seinen Körper, seinen Geist, seine Vergangenheit, seine Wünsche, seine Treibe: Sigmund Freud, C. G. Jung und Sabina Spielrein.</p>
<p>Das Schläge und Demütigung befriedigen könne, das hat der Film SECRETARY viel eindrücklicher und auch selbstbewusster gezeigt, bei EINE DUNKLE BEGIERDE bleibt alles ein wenig harmlos auch wenn sich Keira Knightley darum bemüht, so kommt sie nie gegen den unterkühlten wissenschaftlichen Blick der immer leicht militärisch wirkenden, sterile Männer an. Da redet Freud über nichts anderes als Sexualität und wirkt dem Ganzen doch so distanziert und verschlossen gegenüber, als hätte er es nie getan. Wogegen C. G. Jung die fast schon manische Sexualinterpretation Freuds anzweifelt. Er ist dabei etwas esoterisch, aber auch zukunftsgewandt, an die Veränderung glaubend, an das selbstständige Kreieren des Subjekts, während Freud im Dunkel der Vergangenheit, des Traums und der Triebe forscht, keinen neuen Menschen schaffen will, sondern den einen hervorholen möchte.</p>
<p>Die beiden Widerstreiter, kämpfen gegen sich und aus dieser Zerstörung entsteht Neues, so wie Spielrein es schon bei der Sexualität sieht: Zerstörung ist schöpferisch.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kinokauz.wordpress.com/513/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kinokauz.wordpress.com/513/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/kinokauz.wordpress.com/513/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/kinokauz.wordpress.com/513/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/kinokauz.wordpress.com/513/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/kinokauz.wordpress.com/513/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/kinokauz.wordpress.com/513/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/kinokauz.wordpress.com/513/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/kinokauz.wordpress.com/513/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/kinokauz.wordpress.com/513/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/kinokauz.wordpress.com/513/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/kinokauz.wordpress.com/513/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/kinokauz.wordpress.com/513/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/kinokauz.wordpress.com/513/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kinokauz.wordpress.com&amp;blog=11097734&amp;post=513&amp;subd=kinokauz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>CHEYENNE – THIS MUST BE THE PLACE</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Nov 2011 10:07:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kinokauz</dc:creator>
				<category><![CDATA[cheyenne]]></category>

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		<description><![CDATA[gesehen am 15. 11. 2011 Man entwickelt seine eigene Geschwindigkeit (&#8222;die Entdeckung der Langsamkeit&#8220;: Hab Dank für diesen Titel Herr Nadolny), seine eigene Zeit, seinen eigenen Sprachton, seinen Singsang, sein eigenes Aussehen und seine eigene Gefühligkeit: Cheyenne. Ach hör auf, lass das mit dem einsamen Indianer in einer fremden Welt, mit der weiten Steppe und &#8230;<p><a href="http://kinokauz.wordpress.com/2011/11/20/cheyenne-this-must-be-the-place/" class="more-link">Weiterlesen</a></p><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kinokauz.wordpress.com&amp;blog=11097734&amp;post=511&amp;subd=kinokauz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>gesehen am 15. 11. 2011</p>
<p>Man entwickelt seine eigene Geschwindigkeit (&#8222;die Entdeckung der Langsamkeit&#8220;: Hab Dank für diesen Titel Herr Nadolny), seine eigene Zeit, seinen eigenen Sprachton, seinen Singsang, sein eigenes Aussehen und seine eigene Gefühligkeit: Cheyenne. Ach hör auf, lass das mit dem einsamen Indianer in einer fremden Welt, mit der weiten Steppe und dem Selbstfindungstrip. Dieser Mann war Rockstar, drogenabhängiger Existenzialist, melancholischer Mainstreamgoth und nun das: Entschleunigung, die Naivität eines Kindes gemischt mit der Weisheit eines Mannes der viel erlebt hat.<br />
Cheyenne sieht Bilder die uns immer entwischen, erschafft Zeitlupen, wo wir sonst zwinkern und weitergehen. Er weckt den Sinn für das alltäglich Schöne, das morbid Groteske, das absurd Liebenswerte unserer Welt. Das klingt wie ein Gedicht, denkt der Kauz und er weiß gar nicht, wo er anfangen soll mit der Beschreibung.</p>
<p>Der Film besteht aus Bildern und aus Sätzen, die sich zusammenfügen wie eine philosophische Visualisierung der Welt.</p>
<p>Cheyennes ganze schwarze, schwankende Gestalt, an der immer irgendetwas nicht passt, wie der Rollkoffer und die temporären Geschwindigkeitsveränderungen, wirkt so komisch, wie bitterernst, immer etwas gelangweilt und immer mit ein klein wenig Angst vor dem Tod.<br />
Der Kauz weiß nicht so recht, ob er nun damit beginnen soll, einzelne Szenen zu erzählen, die sich, je mehr er sich erinnert, in seinem Kopf zusammenscharen und fast alle erzählenswert sind: Der Indianer im Auto, das Tischtennisspielen, die Stofftiere der alten Damen, der Mann im Superman Kostüm, die scheppernde Parallelität von Rollkoffern und Gehhilfen, die größte und die kleinste Pistazie, wie dem Cheyenne die Tränen kommen, als er den Erfinder des Rollkoffers trifft, vor einem Panorama aus herbstlich gelben Laub, an einer ebenso herbstlich farbenen Limonade trinkend, grüne Blätter, die in einen strahlend blauen Pool schweben, Brüste in Zeitlupe wippend &#8230;, das alles will man behalten und ein wenig in sich wiegen, um für seine eigene Weltbetrachtung Inspiration zu bekommen.</p>
<p>Der Film ist ehrlich, klar und einfach, gleichzeitig aber auch so vielschichtig, tiefsinnig und hinterfragend: Was bedeutet Heimat, Ablenkung, Vertrauen, Dankbarkeit, Nachahmung, Demütigung, Rache … sinnige Überschriften zu einigen Kapiteln. Eigenartige Menschenwesen, mit denen er es zu tun hat, die ihm, bei allem Misstrauen, das sie ihm entgegenbringen, weitertragen: Großartig!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kinokauz.wordpress.com/511/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kinokauz.wordpress.com/511/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/kinokauz.wordpress.com/511/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/kinokauz.wordpress.com/511/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/kinokauz.wordpress.com/511/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/kinokauz.wordpress.com/511/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/kinokauz.wordpress.com/511/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/kinokauz.wordpress.com/511/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/kinokauz.wordpress.com/511/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/kinokauz.wordpress.com/511/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/kinokauz.wordpress.com/511/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/kinokauz.wordpress.com/511/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/kinokauz.wordpress.com/511/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/kinokauz.wordpress.com/511/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kinokauz.wordpress.com&amp;blog=11097734&amp;post=511&amp;subd=kinokauz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Der Gott des Gemetzels</title>
		<link>http://kinokauz.wordpress.com/2011/11/20/der-gott-des-gemetzels/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Nov 2011 10:02:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kinokauz</dc:creator>
				<category><![CDATA[der gott des gemetzels]]></category>

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		<description><![CDATA[Programmheftmäßig: Regie: Roman Polanski, nach einem weltberühmten Theaterstück von Yasmina Reza. Mit Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz und John C. Reilly. Der gute alte Kauz macht das ja nur ungern und irgendwie auch selten und es beschämt ihn ein bisschen, aber er droppt und droppt und droppt, ein Name nach dem anderen entfließt seiner &#8230;<p><a href="http://kinokauz.wordpress.com/2011/11/20/der-gott-des-gemetzels/" class="more-link">Weiterlesen</a></p><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kinokauz.wordpress.com&amp;blog=11097734&amp;post=509&amp;subd=kinokauz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Programmheftmäßig:</p>
<p>Regie: Roman Polanski, nach einem weltberühmten Theaterstück von Yasmina Reza. Mit Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz und John C. Reilly.</p>
<p>Der gute alte Kauz macht das ja nur ungern und irgendwie auch selten und es beschämt ihn ein bisschen, aber er droppt und droppt und droppt, ein Name nach dem anderen entfließt seiner Feder (analoge romantische Scheinwelt in der mein Geist noch lebt): Namedropping hoch 10 oder so – mindestens – vor allen Dingen für so alte Kinofetischisten wie den Kauz. O man weißt du, der mit dem und das … als wäre das eine Begründung, ein Adjektiv … na ja, es ist so, auch der Kauz ist ein bisschen anfällig für Personenkult.</p>
<p>Zum Film:</p>
<p>Dass es eigentlich ein Theaterstück ist, das merkt man und das macht Spaß (ok, alle mal in die Hände klatschen). In jeder einzelnen Sekunde geht es allein um vier Schauspieler: Wie und was sie reden, wie sie sitzen, was sie tun, wie sie die Hände ineinander schlagen oder sich Blicke zuwerfen, wie sie ihre Kampfgegner und Mitstreiter wählen, wie diese kleine Gruppe – in ihrer örtlichen Begrenztheit – doch so viele innere und äußere, vergangene und entfernte Orte aufscheinen lässt. Vier Personen in ein bürgerlich-adrettes Apartment gepfercht. Oberflächlich optimal zivilisiert: Kultivierte Urtiere, die sich ständig dem Zwang von verschiedenen gesellschaftlichen Konventionen unterwerfen, ohne die – ohne Frage – unsere Gesellschaft auch nicht funktionieren würde. Doch diese Vier überwinden sie, ohne es freilich zu wollen. Sie beginnen, ernsthaft um Contenance bemüht und scheitern im Endeffekt an ihrem eigenen Bild von sich, ihrem Leben und der Gesellschaft.</p>
<p>Sie reden von den Rangeleien ihrer Kinder. Da geht es um Gang-Anführer, Unterdrückung und sich auf verschiedene Seiten schlagen, das wird fortgesetzt in den Erwachsenen. In jedem Alter führt der Mensch Revierkämpfe, bilden sich Gruppen, die sich zueinander in verschiedenen Machtverhältnissen positionieren. Mit dem Alter lernt man nur es zu kaschieren, mit Händedrücken und verständigem Kopfgenicke, versteckten Blicken und zusammengekniffenen Oberschenkeln.</p>
<p>G<em>ewalt geht uns alle an.</em></p>
<p>Aber klaro, sei dies nun körperlich oder verbal – Kinder die sich gegenseitig die Zähne aushauen treffen ins Innere des späteren Erwachsenseins. Der eine schlägt mit der Faust ins Gesicht, der andere mit Worten in den Kopf.</p>
<p>Auch üble Paarprobleme. Beziehungsduselei. Aber dann, das Auskotzen einer mittlerweile verhaltensgestörten Spezies. Die Kultur als zivilisierende Kraft kann da auch nichts mehr retten. Das ist irgendwie alles nicht allzu überraschend, tut aber auch irgendwie gut</p>
<p>Der Kauz hat das Theaterstück niemals gesehen, doch er ging von einer boulevardesken aber immerhin guten Screwball-Komödie aus, doch es ist ein bisschen fieser, es ist ein bisschen treffender.</p>
<p><em>Raufen ist ein Naturgesetz.</em></p>
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		<title>I’M NOT A F***KING PRINCESS</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 15:15:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kinokauz</dc:creator>
				<category><![CDATA[i'm not a f***king princess]]></category>

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		<description><![CDATA[gesehen am 06. 11. 2011 Es beginnt mit einem Kind, das spielt, herumtollt. Das Kind wohnt bei seiner Mutter, gemeinsam wohnen sie bei deren Oma, zumindest scheint es so zu sein, in diesem Gender Haushalt, in diesem Generationenhaushalt weiblicher Typen: Die alte Rumänin, die geflissentlich zu Gott betet, weil sie meint, das wäre gleichzusetzen mit &#8230;<p><a href="http://kinokauz.wordpress.com/2011/11/10/i%e2%80%99m-not-a-fking-princess/" class="more-link">Weiterlesen</a></p><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kinokauz.wordpress.com&amp;blog=11097734&amp;post=504&amp;subd=kinokauz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>gesehen am 06. 11. 2011</p>
<p>Es beginnt mit einem Kind, das spielt, herumtollt. Das Kind wohnt bei seiner Mutter, gemeinsam wohnen sie bei deren Oma, zumindest scheint es so zu sein, in diesem Gender Haushalt, in diesem Generationenhaushalt weiblicher Typen: Die alte Rumänin, die geflissentlich zu Gott betet, weil sie meint, das wäre gleichzusetzen mit guten Taten, ihre Enkelin – wie auch immer das mit deren Mutter nun gelaufen ist – die malt und jetzt damit beginnt Fotos zu machen: <em>Und das in deinem Alter</em>. Und eben das Kind.</p>
<p>Was braucht man um Fotos zu machen? Man braucht ein Motiv. Wen nimmt man da? Das verdorrte Kind, das nach Geborgenheit wartende, eigene Kind. Der Physiophobie wird die Schuld in die Schuhe geschoben und jetzt wird halt mit der Kamera ersetzt, was man vorher an Aufmerksamkeit unterlassen hat. Das ist praktisch. Ein bisschen Eifersucht auf das Jung-Sein des Kindes, auf das Schön-Sein, auf das Begehrt-Werden, das auch. Da gehen die eigenen Träume von Ruhm und Ehre in Erfüllung auf Kosten der eigenen Tochter. Doch halt der Kauz wird ein wenig wütend, so funktioniert der Film aber nicht, das schafft er so gar nicht: Die Puppenhaftigkeit der Tochter wird in jeder Minute hervorgehoben, auch dann, als sie beginnt dagegen zu rebellieren. Immer noch leidet sie nicht, immer noch strotzt sie vor Selbstbewusstsein. Woher sie die Kraft nimmt, die Kritikfähigkeit, das versteht man nicht. Sie wird ihr von niemandem gegeben, zumindest nicht so, dass man es sieht, sie ist einfach da. Vielleicht kommt das dabei heraus, wenn jemand seine eigene Geschichte verfilmt. So döst der Film oft dahin …</p>
<p>außer an den Stellen, an denen er laut wird und immer wenn er das wird, dann hat man das Gefühl, hier sollen Probleme ganz schnell und ganz cool einfach so im Tohuwabohu verschwinden. In diesen Momenten wirkt er sich selbst gegenüber sehr unsicher.</p>
<p>Visuell ist der Film merkwürdig altertümlich, in seinen Schnitten, in seinen Zoom, in seinem Hinaus- und hineingehen in die Szenen. Mensch vielleicht, denkt sich der Kauz, hat sie das mit Absicht gemacht, weils der damaligen Zeit entspricht, ja dann, also ja dann … der Kauz nimmt eigentlich immer mal den besten Willen an … es könnte &#8230; also es könnte aber auch Unvermögen sein und artifizieller Unsinn.</p>
<p>Isabell Hubert ist gut. Wie eigentlich immer. Sie ist eigentlich immer gleich gut, was das Gute dann doch etwas vorhersehbar macht. Die Tochter, als morbides, barockes, erotisches Etwas, das sich hineinschmiegt, hineinschmiegt in die Arme und Erwartungen der Mutter ist auch gut.</p>
<p><em>Der leicht perverse, geldgierige, schmierige Typ: Sie hat dich auf den Fotos sublimiert, das bist nicht du, das ist jemand anderes.</em></p>
<p><em>Das Mädchen: Wer ist es denn?</em></p>
<p>Es hört auf mit der Mutter, die das Kleid ihrer Tochter trägt und der Tochter, die zwischen anderen erwachsenen Kindern sitzt und schließlich vor der Mutter flieht.</p>
<p><em>Das Mädchen: Ich will einfach in einer ganz normalen Umgebung ein ganz normales Leben führen.</em></p>
<p><em>Die Mutter: Aber das will doch keiner.</em></p>
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		<title>ZWEI AN EINEM TAG</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 14:43:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kinokauz</dc:creator>
				<category><![CDATA[zwei an einem tag]]></category>

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		<description><![CDATA[gesehen am 07. 11. 2011 Es ist kitschig und ja, das ist auch was der Kauz erwartet hat und mit einem merkwürdig melancholischen Gefühl denkt er sich, dass die Zeit, in der er sich von dieser Art von Filmen beeindruckt gesehen hat, wahrscheinlich vorbei ist: Der KitschKauz, auch eine schöne Alliteration, wurde auf seiner Suche &#8230;<p><a href="http://kinokauz.wordpress.com/2011/11/10/zwei-an-einem-tag/" class="more-link">Weiterlesen</a></p><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kinokauz.wordpress.com&amp;blog=11097734&amp;post=502&amp;subd=kinokauz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>gesehen am 07. 11. 2011</p>
<p>Es ist kitschig und ja, das ist auch was der Kauz erwartet hat und mit einem merkwürdig melancholischen Gefühl denkt er sich, dass die Zeit, in der er sich von dieser Art von Filmen beeindruckt gesehen hat, wahrscheinlich vorbei ist: Der KitschKauz, auch eine schöne Alliteration, wurde auf seiner Suche nach Romantik von der Realität eingeholt. Liebe und so, schön und gut. Schicksal, schön und gut. Aber weshalb sollte man sich in unserer Welt nur einmal im Jahr treffen, vernunftbegabtes Wesen, kommunikatives Wesen, was man ist?</p>
<p>Und was macht die Liebe während dieser ganzen Zeit? Sie müht sich. Aber das tut sie ja nun ziemlich oft und es ist immer schön ihr dabei zuzusehen, viel mehr noch als daran teilzunehmen.</p>
<p>Andererseits weiß man auch: Es gibt diese Punkte im Leben, diese Menschen, die einem Halt geben, obwohl sie nicht immer da sind. Allein das Wissen um sie, dass sie irgendwo sind, macht die eigene Person ein Stückchen realer, konkreter, weil man das Gefühl hat, dass da jemand an einen denkt. So ist es bei den beiden. Und es ist klar, dass sie nicht zu jeder Zeit ihres Lebens diese Liebe eingehen können, dass es Momente gibt, in denen es besser passt und andere in denen weniger.</p>
<p>Wir gucken uns durch die Neunziger, schauen zu wie die beiden Dinge versuchen, Erfolg haben, versagen, Strukturen aufbauen und zerstören. Er muss Orgien ausprobieren und TV-Moderator werden und sie eine Findungsphase durchmachen und Lehrerin werden. Wie in jedem Film wäre die erfüllt Liebe langweilig, also passiert hier das Ideale: Die Erfüllung wird über Jahre mit ins Gepäck genommen aber erst sehr spät ausgepackt: Die Liebe müht sich.</p>
<p><em>Was auch immer morgen passiert, wir hatten diesen einen Tag!</em></p>
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